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Aktuelles

Lieber Blockflöten-Fan, herzliche Einladung zur Vorbereitung auf das Konzert zum Weihnachtsmarkt am Sonntag, 9. Dezember, um 16:30 Uhr.

Ausstattungsstücke

Altar

Altar und Taufe
Der Altar ist dreiteilig. Im untersten Teil (Predella) ist das Heilige Abendmahl dargestellt. Rechts und links am Altar befinden sich die Wappen des Stifterehepaares von Gersdorff und von Sander. Darüber die Kreuzigung, dann die Grablegung und als Altarbekrönung der auferstandene Christus mit der Siegesfahne. Der Altar wurde im Jahre 1685 von Andreas Lembke und George Kayser aufgebaut. 1874 wurde die Vergoldung durch Vergoldermeister Meyer aufgefrischt. Im Jahre 1890 stiftete Oberpfarrer Weigand neue Ornamente für die Altarsäulen. Das erst 1996 durch Wandrestaurator Frank Michael Heidrich wieder freigelegte Schattenbild der Altarbekrönung zeigt das ursprüngliche Aussehen des Altars. Der vielköpfige Drache und die beiden geflügelten Engel rechts und links wurden während der großen Renovierung 1888 aus Sicherheitsgründen ab genommen. Sie waren im Laufe der Zeit schadhaft geworden und man befürchtete ein Herabstürzen der Teile. Der Altar wurde 1994/95 durch Anke und Jan Großmann gereinigt und konserviert. Ursprünglich standen drei Altäre in der St. Johanneskirche. In früheren Zeiten wurden die Altäre von den meist reichen adligen Patronatsherren gestiftet. Einen Altar stiften bedeutete, zuerst natürlich den Altar auf eigene Kosten durch einen Meister erbauen zu lassen und dann einen Geistlichen auf Lebenszeit zu bezahlen, der an diesem Altar Dienst tat.
Taufstein

Taufstein
Er besteht aus einem Deckel, der über ein Zugseil nach oben gezogen werden kann und einem Unterbau, beides aus Holz. Im Deckel ist ist Taufe Jesu im Jordan dargestellt. Auf dem Deckel, der wie die Kanzelbekrönung gestaltet ist, ist Gott dargestellt. Er weist auf Jesus: „Das ist mein geliebter Sohn". Getragen wird die Taufe von einem Engel. Die Taufe wurde im Jahre 1682 unter Pfarrer Joh. Adam Gehr (1645 - 1686) erstmals genutzt. 1874 wurde sie durch Tischler Mühle erneuert, da der Unterbau durch Herabstürzen des Deckels beschädigt worden war. 1989 kam sie vergeblich nach Dresden zur Denkmalpflege. Erst 1991 gingen die ersten Teile der Taufe nach München. Hier wurde sie schließlich von Holzrestaurator Alfred René Goehring, einem Verwandten von Pfarrer Gotthard Malbrich, für uns kostenlos restauriert. Die Taufe kam im Oktober 1995 zurück in die Gemeinde. 
Kanzel

Kanzel
Sie befindet sich, als verbindendes Element, genau zwischen Altarraum und Kirchenschiff und besteht aus einem Kanzelkorb mit Aufgang und einem Kanzeldeckel, alles aus Holz gestaltet. Die Kanzel wurde 1685 unter Pfarrer Gottfried Koch (1646 - 1718) von Daniel Richter, zunächst nur in weißem Holz, erbaut. Der Maler Lodes Schönberg gestaltete sie 1707 farbig. 1888 wurde die Kanzel durch den Vergolder Meyer restauriert. Über dem Aufgang zur Kanzel steht eine weibliche Figur mit Kreuz, eine Darstellung der Fides = Glaube, eine der drei christlichen Tugenden. Am Kanzelaufgang sind von unten nach oben die vier Propheten Daniel, Hesekiel, Jeremia und Jesaja dargestellt. Am Kanzelkorb finden sich die vier Evangelisten und im Zentrum Mose mit der Bundeslade und den Gesetzestafeln und Jesus mit dem Evangelium. Auf dem Kanzeldeckel oder Schalldeckel steht Johannes der Täufer, der auf den Auferstanden auf der Altarbekrönung hinweist. An der Unterseite des Kanzelaufganges findet sich eine Inschrift des Erbauers von 1685.
Beichtstuhl

Beichtstuhl
Der Beichtstuhl befindet sich in der Nordostecke des Altarraumes und stammt von seiner Gestaltung her etwa aus der gleichen Zeit wie die Patronatsloge, die an ihrer Unterseite mit 1685 datiert ist. Somit gehört er vermutlich zur Erstausstattung der Kirche nach dem großen Brand von 1670. Er war also von Anfang an ein evangelischer Beichtstuhl. Einziger Unterschied zu einem katholischen Beichtstuhl ist die fehlende Trennwand im Inneren. Der Beichtstuhl besteht ganz aus Holz und wurde mehrmals übermalt und farblich verändert. Die Bilder auf den Feldern der Außenwand zeigen verschiedene biblische Geschichten (siehe Theologische Führung). Die Darstellungen im Inneren sind Aussagen zur Beichte in lateinischer Sprache.
Ratsherrengestühl

Ratsherrengestühl
Das so genannte Ratsherrengestühl, eigentlich Chorgestühl, besteht heute aus drei Teilen, die ursprünglich möglicherweise anders angeordnet waren. Originale Teile befinden sich als geschlossene Formation an der Südwand des Altarraumes. Diese Gruppe von zwölf Sitzplätzen kann man als Hauptteil bezeichnen. Weitere Plätze, die aber bereits unter Verwendung neuerer Teile zusammen gestellt sind, befinden sich unter der Patronatsloge. Ein Stück dieser Sitzgruppe wurde durch die Restauratoren Anke und Jan Großmann teilweise von den neueren Farbschichten befreit und steht als Ausstellungsstück im Eingangsbereich der Kirche. Eine kleinere Gruppe steht neben dem Aufgang zur Pfennigwerth-Loge. Das Chorgestühl gehört zur Erstausstattung der Kirche nach der Wiedereinweihung 1674. Farbuntersuchungen ergaben, dass das Gestühl ursprünglich ungefasst im Holzton gestanden hat und vermutlich gleichzeitig mit Kanzel und Altar 1685 farblich gestaltet wurde. 1888 erhielt es die bis heute erhaltene Fassung.
Patronatsloge

Patronatsloge restauriert
Die Patronatsloge war für die jeweiligen Patrone der Kirche gedacht. Patron kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Schutzherr. Patrone waren oft die Rittergutsbesitzer oder aber Vertreter der Stadtverwaltung. Sie hatten das Recht der Pfarreranstellung und die Pflicht zur baulichen Erhaltung der Kirche. Für Reichenbach waren das über mehrere Jahrhunderte die Familien von Gersdorff, von Roon, von Sander und von Kiesenwetter. Die Patronatsloge in der St. Johanneskirche gehört zur Erstausstattung zur Wiedereinweihung 1674 und stand wahrscheinlich ursprünglich ungefasst im Holzton. Erst 1685 wurde sie gleichzeitig mit Altar und Kanzel farblich gefasst. Im Jahre 1888 wurde im Zuge der großen Renovierung die Loge farblich verändert. Heute befindet sich in ihr die Kirchenbibliothek, die im Jahre 1724 von Georg Ernst I. von Gersdorff mit ersten Schenkungen angelegt wurde. Die Bibliothek ist aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich zugänglich.
Pfennigwerth-Loge

Pfennigwerth-Loge
Eigentlich die offene Loge. Der Name Pfennigwerth-Loge kommt von der Nutzung der Loge durch die gleichnamige Höhere Töchterschule, die 1873 begründet wurde. Die Mädchen dieser Schule im Alter von 8 bis 18 Jahren nahmen von hier aus am Gottesdienst teil. Über die ursprünglichen Nutzer liegen keine Informationen vor. Die Loge gehört zur Erstausstattung von 1674. Laut Restaurierungsbefunden stand auch sie zuerst nur im Holzton und wurde wahrscheinlich auch 1685 in ihre bis heute erhaltene Fassung gebracht. Die Pfennigwerth-Loge wurde durch Anke und Jan Großmann 1999/2000 restauriert.
Grabplatten

Dahinter sind die Grabplatten Hans von Gersdorff und Frau
In der Kirche befinden sich rechts und links vom Sakristeieingang zwei Grabplatten aus dem Jahre 1567. Auf der rechten Grabplatte ist eine Gestalt mit langem Mantel und einem Wappen dargestellt. Es handelt sich um die Gemahlin des Hans von Gersdorff. Rechts liegt Hans von Gersdorff (1501 bis 1567) selbst, der 1548 durch die Berufung des Franziskus Fleischer die Reformation in Reichenbach eingeführt hat. Die Grabplatten stammen also aus der Zeit vor dem Brand von 1670.
Grüfte
Es befindet sich nachweislich eine Gruft im Altarraum, die 1880 beim Neuverlegen des Ziegelpflasters freigelegt wurde. In dieser befinden sich die Gebeine und ein Grabstein des Herrn von Sander. Eine weitere Gruft liegt unter der Kanzel, in der sich die Überreste des 1713 verstorbenen Georg Ernst I. von Gersdorff und seiner 1717 verstorbenen Gemahlin befinden. Die Gruft wurde bei der großen Renovierung 1887/88 geöffnet. Auf diese Gruft wird auch auf dem kleinen „Ehrengedächtnis" für Sophie Tugendreich von Gerdorff an der Nordwand der Kirche hingewiesen.
Epitaphien

Epitaph für Georg Ernst II. von Gersdorff
Das Epitaphium an der Nordwand neben dem Beichtstuhl ist für Georg Ernst I. von Gersdorff, den Kirchenstifter, errichtet worden. Dieser verstarb im Jahre 1713. Der Stein ist 4,20 m hoch und 2,17 m breit. Als weitere Materialien wurden neben Sandstein, auch Holz, Metall und eine Kupfertafel verwendet. Neben diesem großen Epitaphium befindet sich ein kleines „Ehrengedächtnis" für die Gemahlin des Kirchenstifters, Sophie Tugendreich von Gersdorff, geb. von Sander, direkt über der Priesterpforte. Sophie Tugendreich verstarb im Jahre 1717. Das Epitaph wurde aus Stein gehauen. Das Porträt der Frau von Gersdorff ist auf eine Metalltafel gemalt und mit einem Holzrahmen versehen. Beide Epitaphien wurden noch nicht restauriert. An der Südwand des Chorraumes hängt links das Epitaph für Georg Ernst II. von Gersdorff, der 1743 verstarb. Daneben ein Epitaph für Anna Sabina geb. von Gersdorff, verstorben 1731 und deren Gemahl Christoph Sigismund von Cronenwaldt, verstorben 1722. Beide Steine sind ähnlich den Nordwand-Epitaphien aus verschiedenen Materialien zusammengesetzt und sie wurden bereits durch Anke und Jan Großmann im Jahre 1998 restauriert. Ein letztes Epitaphium befindet sich im Hauptschiff am östlichen Pfeiler. Es ist Heinrich Gottlob von Oberländer, der 1717 verstarb, gewidmet. Bei den verwendeten Materialien handelt es sich um echten weißen Marmor (beide Engel und das Porträt) einem vergoldetem Herz (flammendes Herz in der Hand des rechten Engels) und anderem Stein.
Uhr

alte Uhr
Eine erste Uhr ist in den Chroniken bereits 1584 erwähnt. Im Jahre 1688 wurde eine neue Uhr eingebaut und dieselbe 1812 von dem Großuhrmacher und Schmied Christoph Ulrich aus Rosenhain renoviert. Das alte Uhrwerk steht noch heute im Kirchturm. Die jeweilige Kirchturmuhr war seit alters her immer Eigentum der Stadt und wurde erst am 5. März 1954 der Kirchengemeinde geschenkt. Im April 1996 wurden ein neues Läutewerk und eine neue, vollelektronische funkferngesteuerte Uhr von der Firma Ferner aus Meißen  für 20.000 DM eingebaut. Seitdem schlägt die Uhr alle Viertelstunden mit einem Doppelschlag und die vollen Stundenschläge. Die meisten Läutezeiten für die Gottesdienste, sowie das Morgen- Mittag- und Abendläuten sind elektronisch gespeichert.
Glocken

Beim Brand von 1670 waren auch die Glocken geschmolzen. Bereits 1672 wurde eine neue Glocke gegossen. 1728 wurde eine weitere kleine, von Benjamin Körner in Görlitz gegossene Glocke, aufgehängt. Sie hatte ein Gewicht von 4 Zentner, 20 Pfund. 1755 wurde die Glocke von 1672 umgegossen und 1772 wurden unter Zusetzung des Metalls der im Brand zerstörten Glocken zwei neue Glocken hergestellt. 1833 wurden alle drei Glocken in Klein Welka umgegossen. Die große Glocke (Christusglocke) war 33 Zentner schwer und trugt die Aufschrift: Kommt, es ist alles bereit. Die mittlere Glocke (Lutherglocke) wiegt 16 Zentner, trägt ein Bild von Martin Luther und die Aufschrift: Haltet fest am Glauben. Die kleine Glocke (Melanchthonglocke) hatte ein Gewicht von 9 Zentnern, zeigte ein Bild von Philip Melanchthon und die Worte: Alles und in allem Christus. 1917 entgingen diese Glocken nur knapp der Einschmelzung durch die Rüstungsindustrie. 1937 wurden elektrische Läutemaschinen angeschafft. Am 11. Juli 1942 mussten die kleine und die große Glocke an die Rüstungsindustrie abgeliefert werden. In der Glockenstube ist am linken Fenster Nordseite, Richtung Rathaus, dieses Datum eingeritzt. Nur die mittlere Glocke blieb der Gemeinde erhalten. 1955 erwarb die Gemeinde eine kleine Bronzeglocke aus dem Jahre 1921 aus Weißwasser mit einem Gewicht von 250 kg und 1956 eine neue, große in Apolda gegossene Glocke. Diese ist 920 kg schwer und trägt die Aufschrift: Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal. Haltet an am Gebet. So befinden sich seit 1956 mit der erhaltenen mittleren Glocke wieder drei Glocken im Turm.
Orgel-Empore
Die ersten drei Bildfelder zeigen den Musikanten des Alten Testamentes, König David, in Situationen, in denen Musik eine wichtige Rolle spielte.

Die übrigen drei Bildtafeln stellen den Beginn des Passionsweges Jesu dar, der sich dann an der unteren Nord-Empore fortsetzt.

Erste Nordempore

Nordemporen
Mit dem vierten Bild wird die Geschichte des Leidens, Sterbens, Auferstehens fortgesetzt und mit dem Pfingstereignis, der Geburt der Kirche, abgeschlossen.

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